Bundesminister Dr. Gerd Müller in Eritrea

Bundesentwicklungsminister Gerd Mueller, CSU besucht Eritrea Bild vergrößern v.l. Guenter Nooke, Persoenlicher Afrika-Beauftragter der Bundeskanzlerin/Afrikabeauftragter des BMZ, Andreas Zimmer, Botschafter von Eritrea, Bundesentwicklungsminister Gerd Mueller, CSU, und Staatspraesident Eritraeas, Isaias Afewerki, Asmara, 15.12.2015. Copyright: Ute Grabowsky/ photothek.net [Tel. +493028097440 - www.photothek.net - Jegliche Verwendung nur gegen Honorar und Beleg. Urheber-/Agenturvermerk wird nach Paragraph13 UrhG ausdruecklich verlangt! Es gelten ausschliesslich unsere AGB.] (© Ute Grabowsky / photothek.net)

Als erster deutscher Bundesminister seit 20 Jahren besuchte Dr. Gerd Müller Eritrea. Die Delegation des Ministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung traf nach einem Aufenthalt in Kairo in den frühen Abendstunden des 14.12. am Asmara International Airport ein, wo sie von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Deutschen Botschaft und dem eritreischen Außenminister empfangen wurde.

Bei einem Abendessen mit Vertretern und Vertreterinnen internationaler Organisationen, der UN sowie verschiedene Diplomaten vor wurden die aktuelle Lage in Eritrea und Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert.

Der zweite Tag des Besuches stand ganz im Zeichen des Gesprächs mit Staatspräsident Isaias Afewerki. Während des Treffens wurde die menschenrechtliche und politische Situation des Landes ausführlich diskutiert. „Es war ein wichtiges Gespräch“, sagte Bundesminister Müller, und weitere Schritte würden folgen. Dazu gehören die Fortführung des bilateralen Dialogs und Vereinbarungen für die gemeinsame Verbesserungen der Lebensbedingungen in Eritrea.

Bundesminister Müller in Eritrea Bild vergrößern Bundeminister Dr. Gerd Mueller und Isayas Afewerki, Staatspräsident Eritreas im Amtssitz des Präsidenten in Asmara. (© Ute Grabowsky / photothek.net)
Bundesminister Müller in Eritrea Bild vergrößern Bundesminister Müller in der Neonatologie des Orotta Krankenhauses in Asmara. (© Ute Grabowsky / photothek.net)

Im städtischen Orotta Krankenhaus wurde der Minister anschließend von Mitgliedern der Organisation ArcheMed e.V. durch verschiedene Stationen des Krankenhauses geführt und über die medizinischen Fortschritte und Pläne in Eritrea informiert. Auch das Bundesministerium wird künftig zusätzliche Hilfsmittel für humanitäre Hilfe und die Ausbildung medizinischen Fachpersonals bereitstellen.

Am Nachmittag des zweiten Tages besuchte die Delegation das Eritrean Institute of Technology, die größte Hochschule des Landes, wo sie von Studierenden, Lehrenden und ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen über die Ausbildungsmöglichkeiten in Eritrea informiert wurde.

Außerdem wurden bei einer offenen Gesprächsrunde mit eritreischen Jugendorganisationen die Fluchtursachen der überwiegend jungen Flüchtlinge aus Eritrea thematisiert und Ansatzpunkte für die Schaffung hoffnungsvollerer Zukunftsperspektiven im Heimatland diskutiert. Eine Vielzahl junger Menschen aus Eritrea nimmt jeden Monat die lebensbedrohliche Reise nach Europa auf sich. „Wir müssen an die Menschen denken und an einer Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort arbeiten“, so Bundesminister Müller.

Initiiert durch diesen Besuch der deutschen Delegation werden in den kommenden Monaten weitere Treffen für einen deutsch-eritreischen Dialog und mögliche Projekte der Entwicklungszusammenarbeit stattfinden.

Bundesminister Müller in Eritrea Bild vergrößern Mitglieder der Delegation und der Deutschen Botschaft am Asmara International Airport. (© Ute Grabowsky / photothek.net)