Deutschland und Eritrea

Eine große Zahl von Eritreern hatte während des Unabhängigkeitskrieges in Deutschland Zuflucht gefunden (etwa 25.000). Deswegen genießt Deutschland hohes Ansehen in Eritrea.
Seit Beendigung des kriegerischen Konflikts mit Äthiopien (Dezember 2000) hat sich die wirtschaftliche Lage des Landes dramatisch verschlechtert. Der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Eritrea ist daher ständig zurückgegangen.

Größere deutsche Investitionen in Eritrea gibt es nicht, da die schlechte Wirtschaftslage des Landes keine Anreize bietet und es an Rechtssicherheit fehlt.

Die deutsch-eritreischen Beziehungen hatten durch die Regierungsverhandlungen über entwicklungspolitische Zusammenarbeit im Juli 2001 eine Belebung erfahren, stagnieren jedoch wieder, weil in wichtigen Kernbereichen, wie z. B. Wahrung der Menschenrechte, „Good Governance“ keine Fortschritte erzielt wurden. Daher werden zur Zeit im entwicklungspolitischen– und im TZ–Bereich Projekte der Ab- und Wasserversorgung für die Hafenstadt Massawa, Rehabilitierung von Wasserversorgungssystemen im Westen Eritreas und die ländliche Trinkwasserversorgung in der Gash Barka Region im Werte von 25,01 Millionen Euro abgewickelt; ebenso auch die letzte Stufe des Baus von Schulgebäuden im Sekundarschulbereich in Höhe von 3,07 Millionen Euro.